• Montag, 12 Juli
  • -
  • 20 Juli 2021
  • Webinar
  • Genua 2021 - Der Kampf für eine andere Welt geht weiter

  • Anlässlich des Jahrestages der Proteste gegen den G8-Gipfel 2001 in Genua beschäftigt sich diese Veranstaltungsreihe mit der politischen Bedeutung der Europäischen Sozialforen sowie mit den Möglichkeiten zu einem erneuten Aufbau alternativer globaler Bewegungen. Hier finden Sie die vollständigen Aufzeichnungen.

    Veranstaltungen:

    1. Genua und darüber hinaus. Die Entwicklung der Alter-Globalisierungsbewegung und der Europäischen Sozialforen

    2. Die Krise der Globalisierung und die Aussichten auf eine Alternative

    3. Internationale Versammlung – 20 Jahre nach G8 in Genua

    Vor zwanzig Jahren, im Juli 2001, wurde der 23-jährige Carlo Giuliani bei den Demonstrationen gegen den G8-Gipfel in Genua von einem Polizisten erschossen. Dieser Gipfel ging aufgrund des enormen Ausmaßes an Polizeibrutalität in die Geschichte ein – verübt nicht nur auf den Straßen und auf der Piazza Alimonda, wo Carlo erschossen wurde. Demonstrant*innen, die in der Armando-Diaz-Schule schliefen, wurden ebenso Opfer der Polizei wie jene, die in der Polizeikaserne von Bolzaneto gefoltert wurden.

    Die Demonstrationen richteten sich gegen die neoliberale Globalisierung, gegen die Politik der neu gegründeten Welthandelsorganisation (WTO), die im Interesse des globalen Kapitals agiert, gegen die Deregulierung der Finanzmärkte, die die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen, insbesondere im Globalen Süden, gefährdet.

    Die G8- (und G20-) Protestbewegung – die Alter-Globalisierungsbewegung – kann nun auf eine 20-jährige Geschichte zurückblicken. Sie hat neue Formen der Organisierung ermöglicht: Inspiriert von den Weltsozialforen in Lateinamerika wurden die Europäischen Sozialforen (ESF) als Räume für alternatives Denken und Handeln gegründet. Angeregt und unterstützt durch das ESF entstanden in ganz Europa neue antikapitalistische Bewegungen, die auch auf die Parteipolitik großen Einfluss hatten. Diese Bewegungen führten schließlich zu neuen Formen der Zusammenarbeit zwischen linken Parteien in Europa und zur Gründung der Partei der Europäischen Linken.

    1. Genua und darüber hinaus. Die Entwicklung der Alter-Globalisierungsbewegung und der Europäischen Sozialforen

    Hinweis: Wir entschuldigen uns für die technischen Schwierigkeiten zwischen Minute 26 und 30.
    Die Beiträge wurden im O-Ton (Englisch, Italienisch) aufgezeichnet.

    Diese Veranstaltung konzentriert sich auf die politische Bedeutung der Europäischen Sozialforen, ihre Strategien, ihre Grenzen sowie ihre Auswirkungen auf linke Parteien in ganz Europa.

    12. Juli 2021
    18:00 20:00 (CET)

    Sprecher*innen:

    • Fausto Bertinotti, ehemaliger Sekretär der Rifondazione Comunista und ehemaliger Präsident der Partei der Europäischen Linken
    • Raffaella Bollini, ehemalige Sprecherin des Sozialforums von Genua
    • Yiannis Bournous, Mitglied des griechischen Parlaments, SYRIZA;
    • Marga Ferré, Ko-Präsidentin von transform! europe
    • Gabriele Zimmer, DIE LINKE, ehemalige Vorsitzende der GUE/NGL-Fraktion im Europäischen Parlament

    Moderation:

     

    2. Die Krise der Globalisierung und die Aussichten auf eine Alternative

    Hier finden Sie die vollständige Aufzeichnung des Webinars (Facebook-Seite der Partei der Europäischen Linken)

    Hinweis: Die Beiträge wurden im O-Ton (Englisch, Italienisch) aufgezeichnet.

    Der Sieg der neoliberalen Globalisierung hat zu einer noch nie dagewesenen Katastrophe geführt. Das Risiko eines Krieges steigt mit der Verschärfung der Klimakrise sowie mit der sozialen und demokratischen Krise – "Sozialismus oder Barbarei", wie es bereits Rosa Luxemburg formulierte. Was sind die Möglichkeiten und Perspektiven für eine Alternative zum gegenwärtigen Kapitalismus?

    Freitag, 16. Juli 2021
    18:00 20:00 (CET)

    Sprecher*innen:

    Koordinator:

    • Paolo Ferrero, Vizepräsident der Partei der Europäischen Linken

     

    3. Internationale Versammlung 20 Jahre nach G8 in Genua

    transform! europe wurde eingeladen, bei der Internationalen Versammlung zu sprechen.

    Hier finden Sie die Aufzeichnungen (Facebook-Seite des Global Dialogue for Systemic Change):

    Teil 1, mit dem Beitrag von transform! europe's Ko-Präsidentin Cornelia Hildebrandt

    Teil 2

    Teil 3

    Teil 4

    Aktivist*innen der Proteste von Genua 2001, des Sozialforumsprozesses und sozialer Bewegungen weltweit diskutieren über aktuelle Kämpfe und Möglichkeiten, eine globalen Vernetzung sozialer Bewegungen wiederherzustellen.

    20. Juli 2021
    9:30 - 13:30 (CET)

    Zu den Sprecher*innen gehören:

    Christophe Aguiton (Frankreich), Manon Aubry (Die Linke im Europäischen Parlament, früher: GUE/NGL), Walden Bello (Philippinen), Phyllis Bennis (USA), Heinz Bierbaum (Partei der Europäischen Linken), Zé Correa (Brasilien), Batool Karim Hamdi (Irakisches Sozialforum), Cornelia Hildebrandt (transform! europe), Ashish Khotari (Indien), Kamal Lahbib (Marokko), Edgardo Lander (Venezuela), Marta Lempart (polnische Frauenrechtsaktivistin), Thenjiwe McHarris (Black Lives Matter, USA), Armando De Negri (Brasilien, Weltsozialforum), Carola Rackete (Aktivistin, Sea-Watch), Asad Rehman (COP26 Glasglow 2021), Edmilson Rodriguez (Bürgermeister von Belém, Amazonien), Nandita Shah (Indien), Moussa Tchangari (Niger), Natasha Theodorakopoulou (Partei der Europäischen Linken)


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