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  • Freitag, 04 September
  • 18:00 – 19:00 (CET)
  • Webinar
  • Unterstützung für Kunstschaffende

  • In den langen Tagen des Lockdowns wurde unser aller Bedürfnis, die uns aufgezwungene soziale Distanz zu überwinden und uns geeint zu fühlen, immer wieder deutlich: So wurde von Balkonen und Terrassen gesungen und musiziert, um zu zeigen, wie wichtig Sich-Ausdrücken und Kommunizieren für unser individuelles, aber auch unser Sozialleben ist.

    In allen Ländern Europas wurde sämtliche Events abgesagt, die die Anwesenheit von Menschen in geschlossenen Räumen mit sich bringen. Heute, wo die Ansteckungskurven flacher werden, werden Produktion und wirtschaftliche Aktivitäten wieder aufgenommen. Der Druck gewichtiger Interessen hat verhindert, dass die Produktion je völlig zum Erliegen gekommen wäre – oft mit schwerwiegenden Konsequenzen für die Gesundheit der Belegschaften.

    In vielen Ländern sind Theater, Kinos und Kulturstätten jedoch weiterhin geschlossen. Diese Tatsache spiegelt die Gleichgültigkeit der Politik gegenüber all jenen wider, die auf ihre ganz eigene Weise im Kulturbereich arbeiten. Auch wenn sich zwischen den Ländern durchaus Unterschiede in der Art abzeichnen, wie mit diesem Personenkreis umgegangen wird, kristallisiert sich doch heraus, dass dem Schutz dieses Wirtschaftsbereiches, der schon vor der Corona-Krise durch die starke Kürzung öffentlicher Mittel unter Druck geraten war, keine Bedeutung beigemessen wird.

    In einigen Ländern gibt es inzwischen Kampagnen zur öffentlichen Unterstützung dieser Beschäftigten und dieses von transform! europe geförderte Meeting will aufzeigen, wie sich die Situation jeweils darstellt und welche Möglichkeiten für Initiativen auf europäischer Ebene bestehen.

    Freitag, 4. September, 18 Uhr (CET)

    Nach der Registrierung werden eine Registrierungsbestätigung und Informationen zur Teilnahme am Webinar per E-Mail verschickt. 

    Teilnehmende

    Eva Brenner

    Eva Brenner ist freie, experimentelle Theaterschaffende, Autorin und Produzentin. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte sowie Bühnenbild in Wien arbeitete sie fünf Jahre lang in Theaterhäusern in Österreich, der Schweiz und Deutschland, bevor sie 1980 in die USA zog. Hier studierte sie an der NYU Performing Arts und Performance Studies und wurde Mitbegründerin des unabhängigen, politischen Castillo Theater. Seit 1994 arbeitet sie in Wien als künstlerische Leiterin des experimentellen Theaterkollektivs PROJEKT THEATER / FLEISCHEREI_mobil. In diesem Rahmen leitete sie über 50 politische Performances und neue Formate des Soziotheaters mit Migrant_innen und Mitgliedern der Community. Sie hält international Vorträge, leitet Workshops und geht auf Tournee. 2013 hat sie ein Buch über das Freie Theater veröffentlicht: ADAPTATION or RESISTANCE, The Loss of Diversity. 

    Margarita Syngeniotou

    Margarita Syngeniotou ist lyrische Künstlerin und Opernsängerin (Mezzosopran). Sie arbeitet sowohl an der griechischen Nationaloper als auch als Solistin und Gesangslehrerin. Als erfahrene Gewerkschafterin wurde sie kürzlich zur Co-Vorsitzenden der panhellenistischen gewerkschaftlichen Vertretung der Künstler_innen aus dem audiovisuellen Bereich gewählt. Außerdem ist sie politisch wie sozial sehr aktiv und Mitglied des Kultursekretariats von SYRIZA. 

    Xnthony

    Künstlername: Xnthony, mit bürgerlichem Namen Anthony Keigher. Ursprünglich aus dem westirischen Roscommon stammend, lebt er heute in London. Xnthony ist in Irland wie London als Cabaret-Künstler und Performer bekannt und ist unter anderem beim Edinburgh Festival und dem Dublin Fringe Theatre Festival aufgetreten. In den LGBTQ-Communities in Irland und Großbritannien ist er sehr bekannt. Seine Arbeit hat immer einen politischen Anspruch. Derzeit arbeitet er an einem Musical über den englischen Diktator Cromwell, der im 17 Jhd. mit Völkermord und ethnischen Säuberungen in Irland gewütet und so der Kolonialisierung Irlands, der ersten Kolonie Englands, Vorschub geleistet hat. Zentrale Themen seiner Theaterarbeit sind radikale und zum Nachdenken anregende Fragen über Patriarchat und Heteronormativität. Er ist ein radikaler junger Performer und Künstler. 


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