• 21 Mai 2020 - 21 Mai 2020
  • Web Interview
  • transform! europe Meeting the Left: Arnaldo Otegi

  • Hier finden Sie das komplette Webinar (Englisch) mit unserem Gast Arnaldo Otegi, Hauptkoordinator der baskischen Partei EH Bildu.

    Der Corona-Virus traf die EU insgesamt unvorbereitet, seine Auswirkungen auf die Gesellschaften der einzelnen Länder fielen jedoch unterschiedlich aus. Am tragischsten waren sie in jenen Staaten, in denen die Gesundheits- und Sozialsysteme durch jahrzehntelange Sparprogramme ausgemergelt worden waren. Die Pandemie hat so die Ungleichheiten nicht nur innerhalb der Gesellschaften, sondern auch zwischen den EU-Mitgliedsstaaten verstärkt. Damit sind die Parteien der radikalen Linken herausgefordert, ihre Strategien auf den Prüfstand zu stellen.

    Dienstag, 19. Mai
    18:00-20:00 (CET)

    via Zoom

    Interviewee
    Arnaldo Otegi ist der Hauptkoordinator (General Coordinator) der baskischen Partei EH Bildu, einem breiten linken Bündnis, dass für die Unabhängigkeit und Souveränität des Baskenlandes eintritt. Otegi, der Philosophie und Literatur studiert hat, beteiligte sich bereits in den Jahren der Franco-Diktatur am Kampf für demokratische Rechte und baskische Unabhängigkeit. Schließlich war er gezwungen, ins französische Exil zu gehen, doch Frankreich lieferte ihn an Spanien aus, wo er inhaftiert und gefoltert wurde. Otegi, der 11 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbrachte, wurde zum Verhandlungsführer für eine friedliche und demokratische Lösung des Konflikts um die Selbstbestimmung des Baskenlandes.
    Euskal Herria (EH) Bildu ist eine progressive Koalition, die sich für die baskische Unabhängigkeit einsetzen. Sie ist mit über 1.300 Gemeinderatsmitgliedern und 123 Bürgermeister_innen die größte kommunale Kraft im Baskenland und mit 18 von 75 Mitgliedern die zweitgrößte Kraft im Parlament der baskischen Autonomieregion und 7 von 50 Abgeordneten im Parlament von Navarre (Nafarroa).

    Moderator_innen:

    Elena Beloki, Anthropologin, Journalistin und Expertin für internationale Beziehungen. Sie ist Direktorin der Internationalen Abteilung der Iratzar-Stiftung und Mitglied des Nationalrats (National Council) von Sortu, einem der Gründungsparteien von EH Bildu.

    Walter Baier, Ökonom und politischer Koordinator von transform! europe

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    Das Web-Interview wird interaktiv sein. Nach einleitenden Fragen durch die Moderator_innen haben die Teilnehmer_innen die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

    Hauptsächlich soll es um die Auswirkungen der Pandemie auf das ökonomische, soziale, politische und kulturelle Leben in den einzelnen Ländern gehen. Wir haben gesehen, wie das Versagen EU, auf die Gesundheitskrise adäquat zu reagieren, und den am stärksten betroffenen Ländern Hilfe zu leisten, die Sicht der Menschen in Teilen Europas auf die EU verändert hat. In welchem Ausmaß und mit welchen Konsequenzen trifft das auf die Länder zu, aus denen unsere Gesprächspartnerinnen kommen? Wie kann eine Antwort auf die soziale und ökonomische Krise, die mit großer Wahrscheinlichkeit auf die Pandemie folgt, aussehen? Und wie verknüpfen die linke Parteien ihre nationalen Strategien mit den großen, globalen Problemen, insbesondere der weltweiten Flüchtlingsbewegung und den Antworten, die die weltweite ökologische Krise erfordern?