Über transform! europe

transform! europe ist ein Netzwerk aus 32 europäischen Organisationen, die aus insgesamt 21 Ländern stammen und in den Bereichen politische Bildung und kritische wissenschaftliche Analyse tätig sind. Das Netzwerk ist die anerkannte politische Stiftung der Partei der Europäischen Linken (EL).

Als gemeinschaftliches Projekt unabhängiger Non-Profit-Organisationen, Institute, Stiftungen und Einzelpersonen verfolgt transform! den Zweck, zu friedlichen Beziehungen zwischen den Völkern ebenso beizutragen wie zu einer Veränderung der gegenwärtigen Welt. 

Die Überwindung von Krieg, Herrschaft des Kapitals über Arbeit, sozialer Ungerechtigkeit, Patriarchat, imperialer Herrschaft und Militarismus ebenso wie von Rassismus und der Einsatz für ein Zusammenleben, in dem die uneingeschränkte Entwicklung jeder einzelnen Person die Voraussetzung für die uneingeschränkte Entwicklung aller darstellt – darin bestehen die höchsten Ziele unseres Vorhabens. Die Gleichheit aller Menschen und die Solidarität zwischen ihnen stellen dabei die wichtigsten Grundwerte von transform! dar.   

Der Neoliberalismus und die Politiken, die in seinem Namen umgesetzt werden, insbesondere die Austerität, wie sie mit den Verträgen von Maastricht und Lissabon, dem Stabilitäts- und Wachstumspaket usw. verordnet wurden, haben den Einfluss der globalen Finanzkrise auf die europäischen Gesellschaften, insbesondere jene in den süd- und osteuropäischen Mitgliedsstaaten, verschärft.  Zusätzlich dazu hat der kompromisslose Dogmatismus, mit dem die Austerität durchgesetzt wird, die Europäische Union in eine politische Krise geführt. Die Sicht großer Teile der Gesellschaft auf Europa ist heute im Vergleich zu früheren Jahrzehnten eine zunehmend skeptische geworden.

Dies stellt sowohl eine politische als auch eine kulturelle und intellektuelle Herausforderung für die radikale Linke dar, die transform! bereit ist anzunehmen. Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass die noble und fortschrittliche Idee einer Einigung Europas angesichts allgegenwärtiger und wachsender Nationalismen und einer extremen Rechten nicht verfolgt werden kann, indem man den Status quo der existierenden Europäischen Union auf unkritische Weise verteidigt. 

transform! hat sich der kritischen Forschung zur Europäischen Union verschrieben. Unser Netzwerk hat sich die Bereitstellung von Räumen zur freien und unvoreingenommen Diskussion über demokratische Alternativen zum Ziel gesetzt, um den Weg zu einem demokratisch und friedlich vereinten Europa zu bereiten. Unmissverständlich kämpft es gegen alle Formen nationalistischer, fundamentalistischer, rassistischer und misogyner Ideologien an, die mit dem Anwachsen rechtsextremer Parteien aufgekommen sind und denen es mittlerweile gelungen ist, ins Zentrum unserer Gesellschaften vorzudringen.     

transform! ist ein paneuropäisches Netzwerk. Obwohl es seine Mittel aus dem Europäischen Parlament erhält und die überwiegende Mehrheit seiner Mitglieds- und Beobachterorganisationen in der Europäischen Union beheimatet ist, reichen seine Tätigkeiten und sein politisches Interesse darüber hinaus, insbesondere betreffen diese die Europa benachbarten Regionen.

Die Mitglieder des transform!-Netzwerks koordinieren ihre wissenschaftliche und Bildungsarbeit, organisieren gemeinsam der Theorie und Bildung gewidmete Veranstaltungen und Diskussionen zu den Schlüsselthemen der demokratischen Linken in Europa und der Welt und erarbeiten miteinander Publikationen und Bildungsmaterialien, die dem Kontinente überschreitenden Dialog der Linken und ihrer wissenschaftlichen und Bildungseinrichtungen dienen. 

transform! stellt ein offenes Netzwerk dar. Jede Organisation kann Mitglied werden, die die Ziele und Überzeugungen von transform! teilt und in der Lage und willens ist, sich aktiv in die Beförderung der Ideale und Werte einzubringen, auf die alle seine Mitglieder sich geeinigt haben.

Der Vorstand wird jeweils für einen Zeitraum von zwei Jahren von der Mitgliederversammlung gewählt.

Board

Walter Baier (Austria)
Marga Ferré (Spain)
Cornelia Hildebrandt (Germany)
Yann Le Lann (France)
Jiri Malek (Czech Republic)
Hugo Monteiro (Portugal)
Roberto Morea (Italy)
Jukka Pietiläinen (Finland)

Political Coordinator: Walter Baier

Scientific & Strategic Advisor: Haris Golemis