• 27 September 2021 - 27 September 2021
  • online
  • Madrid / online

  • Online-Seminar
  • Die Europäische Union nach der Pandemie

  • Im Rahmen dieses Seminars, organisiert durch die Fundación Instituto 25M, einer Beobachter*innenorganisation von transform! europe, sollen die Auswirkungen der Pandemie auf die demokratische Governance der EU diskutiert werden.

    Eine Möglichkeit zur Vertiefung der demokratischen Governance

    Am 10. März wurde die Gemeinsame Erklärung von Rat, Kommission und Europäischem Parlament unterzeichnet, womit die Konferenz zur Zukunft Europas eröffnet wurde. Dabei handelt es sich um einen Vorschlag, der der europäischen Gesellschaft eine Stimme verleihen soll. Dies ist Teil eines Prozesses, der die zentrale Bedeutung der Bürger*innen betonen soll und die Absicht, ihren Forderungen – innerhalb der regulatorischen Rahmenbedingungen der EU – nachzukommen. Unter den wichtigsten und dringendsten Themen finden sich die demokratische Funktionsweise der EU und die demokratische Legitimierung ihrer Entscheidungen.
    Die Pandemie stellte und stellt sowohl die Fähigkeit der EU, Ergebnisse zu liefern und die Widerstandsfähigkeit des europäischen Projekts auf den Prüfstand. In der aktuellen Lage werden die Komplexität des Entscheidungsprozesses und die Schwierigkeiten besonders deutlich, die bei der Suche nach gemeinsamen und koordinierten Rahmenbedingungen zur Entwicklung von Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung entstanden. Diese Schwierigkeiten weisen deutliche Gemeinsamkeiten mit den Herausforderungen auf, die auch der europäische Integrationsprozess als ein Faktor interner wie externer Demokratisierung aufwirft.

    In diesem Zusammenhang versuchen wir mit unserem Seminar zuallererst, über die Auswirkungen der Pandemie auf die demokratische Governance der EU zu diskutieren. Wir stellen uns die Frage, welche Lehren wir daraus ziehen können und wie die Situation in eine Gelegenheit verwandelt werden kann, um die demokratische Governance der Institutionen und deren demokratische Legitimität zu stärken – angesichts der anhaltenden Forderung der Bevölkerung nach Maßnahmen auf verstärkt europäischer Basis. Darüber hinaus hinterfragen wir demokratische Governance als Antwort auf den immer weiter verbreiteten Autoritarismus.

    Diese Initiative findet im Rahmen der Konferenz zur Zukunft Europas statt, und spiegelt die Bereitschaft der organisierenden Institutionen wider, die Perspektiven der Menschen in einem interessanten und neuartigen Bottom-up-Prozess zu sammeln.

    Unsere Arbeitshypothese ist, dass weitreichende Veränderungen notwendig sind, um die EU glaubwürdiger und ihre Entscheidungen legitimer erscheinen zu lassen. Die europäische Bevölkerung fordert, dass die EU eine zentralere Rolle in der Bewältigung zukünftiger Gesundheitsnotlagen einnimmt, sowie die Umsetzung einer europäischen Gesundheitspolitik. Beide Themen verlangen nach größeren wirtschaftlichen und institutionellen Veränderungen, die zumindest angesprochen und diskutiert werden müssen.

    Montag, 27.September 2021
    12.30 - 19.15 (MEZ)

    Sprachen:
    Englisch, Spanisch


Programm

Konferenzeinführung

12:30 – 12:45 (MEZ)

Juan Carlos Monedero, Direktor der Fundación 25M

Runder Tisch 1 – Politische Auswirkungen der Pandemie auf die demokratische Governance der EU

12.45 - 14.15 (MEZ)

Joan Subirats, Professor der Politikwissenschaft
Walter Baier, Vorstandsmitglied und ehemaliger politischer Koordinator von transform! europe
Lucía Múñoz, Parlamentsabgeordnete Podemos

Moderation: Esther Miranda, Beraterin im Bereich internationale Beziehungen, Podemos

Runder Tisch 2 – Die öffentliche Meinung in der EU: soziales Europa und demokratische Legitimität

16.00 - 17.30 (MEZ)

María Eugenia Rodríguez-Palop, Mitglied des Europaparlaments
Pablo Sánchez Centella, EPSU (European Public Services Union) Kommunikationsbeauftragter
Philippe Pochet, Direktor des European Institute for Union Studies

Moderation: Marga Ferré, Co-Präsidentin von transform! europe

Runder Tisch 3 – Institutionelle Reformen für eine tatsächlich demokratische EU-Governance

17.45 - 19.15 (MEZ)

Anne-Laure Delatte, Forscherin am Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung - CNRS (Frankreich) und bei Le Grand Continent
Juan Carlos Monedero, Direktor der Fundación 25M und Professor an der Universidad Complutense de Madrid
Idoia Villanueva, International Manager von Podemos

Moderation: Pedro Chaves, IELAT (Universität von Alcalá de Henares).


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