Quelle: Pixabay
  • 12 Juni 2021 - 12 Juni 2021
  • online
  • Internationale Online-Konferenz
  • Die wirtschaftliche Reaktion ausgewählter EU-Mitgliedstaaten auf den Ausbruch der Coronakrise 2020

  • Eine Wende zur sozial-ökologischen Transformation, oder ein Weiter So der neoliberalen Ausbeutung von Mensch und Natur? Präsentation von Studien zur Reaktion ausgewählter EU-Mitgliedstaaten auf den Ausbruch der Coronakrise, durchgeführt im Auftrag von transform! europe.

    Das E-Dossier ist in "Dokumente" auf der rechten Seite/unten (mobile Version) zum Download verfügbar (Englisch, PDF).

    Die Coronakrise hat die europäischen Wirtschaften massiv unter Druck gesetzt. Nach einer Rückkehr zu nationalen Lösungen wie Grenzschließungen für Exporte von Medizinprodukten besannen sich die Regierungen langsam, und begannen große Hilfspakete für ihre nationalen Wirtschaften zu schnüren – einige träumten gar von einer "finanziellen Bazooka". In dieser Situation beauftragte transform! europe im Herbst letzten Jahres Wissenschaftler*innen aus neun europäischen Ländern mit einer Analyse der verschiedenen ökonomischen Maßnahmen, die die Regierungen trafen, um ihre Wirtschaften zu stützen.

    Die Fragestellungen waren: In welchen Sektoren wurde das Geld investiert? Wurden Jobs gesichert bzw. wurde der Versuch unternommen, neue und "gute Arbeitsplätze" zu schaffen, nicht-prekäre Arbeitsplätze also? Wurde das investierte Geld nur für etablierte und oftmals Umwelt und  Arbeiter*innen belastende Produktionsformen und Dienstleitungen verwendet, oder wurde auch Geld in die Hand genommen, um in die sozio-ökologische Transformation zu investieren? Wurde darauf geachtet, in den jeweiligen Ländern mit aktiven Industriepolitik neue "gute" Arbeitsplätze aufzubauen und zu sichern, oder wird Geld einfach aus den einzelnen Ländern abfließen (z.B. für den Kauf von Photovoltaik- und Windkraftanlagen)? Inwieweit wurden die Gewerkschaften in diese Planungen miteinbezogen?

    Die von den europäischen Regierungen getroffenen ökonomischen Maßnahmen und Hilfspakete – wenngleich besser als nach der letzten großen Krise infolge des Zusammenbruchs der Lehmann Brothers Bank – reichen bei weitem nicht aus, um die Überausbeutung von Mensch und Natur zu beenden. So werden die planetaren Grenzen nicht eingehalten werden können.

    2021 gehen die Auseinandersetzungen um die Frage, wer die Folgekosten der Pandemie trägt, unvermindert weiter. Was also können wir aus positiven wie negativen wirtschaftspolitischen Erfahrungen des Jahres 2020 mitnehmen? Welche Gefahren, aber auch welche positiven Punkte kann die Linke in ganz Europa lernen?

    Die Durchführung der nun vorliegenden Studien war kein Selbstzweck, vielmehr soll auch nach möglichen politischen Konsequenzen gefragt werden.

     

    12. Juni 2021
    12:00 - 17:00 (CET)


Programm

12:00 - 17:00 Uhr

Einführung:
Roland Kulke (transform! europe)

Das Erste Panel wird sich den nördlichen EU Mitgliedstaaten widmen:
Die Autor*innen aus Polen (tbc), Tschechien (Ilona Švihlíková), Deutschland (Michael Schwan), Frankreich (Pauline Debanes) und Irland (Emma Clancy) werden die zentralen Punkte ihrer Studien mit uns diskutieren

Das Zweite Panel wird die Ergebnisse aus den folgenden südeuropäischen Ländern präsentieren:
Griechenland (Eleftheria Angeli), Italien (Matteo Gaddi), Spanien (tbc) und Portugal (Mauricio Dias)

Im Rahmen des dritten Panels werden Sprecher*innen von transform! europe und weitere europapolitische AkteurInnen:
Valentina Orazzini (FIOM, Italy), Martina Comparelli (Fridays for Future, Italy) and Judith Dellheim (RLS, Germany),
Gewerkschaften und Umweltbewegungen zu den politischen Schlüssen diskutieren, die aus den Ergebnissen der Studien abgeleitet werden können.


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