• 11 November 2021 - 13 November 2021
  • online
  • via
    Zoom

  • Internationale Konferenz
  • Marxismus-Feminismus-Konferenz

  • Die Konferenz wird sich aus theoretischen Debatten, Fallstudien auf der Basis von Beispielen des Kampfes und Widerstandes sowie einem Plenarteil zu den 13 Thesen des Marxismus-Feminismus mit Frigga Haug und anderen marxistischen Feministinnen zusammensetzen.

    Die Idee für eine internationale marxistisch-feministische Konferenz entstand ursprünglich in der feministischen Sektion des Berliner Instituts für kritische Theorie (InkriT) rund um die deutsche Soziologin und Philosophin Frigga Haug. Seit die erste Konferenz dieser Art 2015 in Berlin stattfand, hat InkriT bereits mehrere Folgekonferenzen organisiert, die 2016 in Wien und 2018 in Lund (Schweden) durchgeführt wurden.

    Die vierte internationale marxistisch-feministische Konferenz wird von transform! europe und der Universität des Baskenlandes (UPV/EHU) vorbereitet, zusammen mit der Stiftung Iratzar, der Bilbo-Barcelona Critical Theory Group (BIBA CT), dem Berliner Institut für Kritische Theorie (InkriT), der Rosa-Luxemburg-Stiftung und ParteHartuz.

    11. – 13. November 2021
    über Zoom
    Eine Registrierung ist nicht erforderlich.

    Keynote-Sprecherinnen

    Tithi Bhattacharya

    Tithi Bhattacharya (Indien, 1971) ist Professorin für Südasiatische Geschichte und Leiterin der Global Studies an der Purdue University. Im Jahr 2000 promovierte sie an der School of Oriental and African Studies (University of London). Sie ist Autorin des Buchs The Sentinels of Culture: Class, Education, and the Colonial Intellectual in Bengal (Oxford University Press, 2005). Bhattacharya setzt sich seit vielen Jahren für soziale Gerechtigkeit ein und ist eine bekannte marxistische Feministin. Sie schreibt umfassend über marxistische Theorie, Geschlecht und die Politik der Islamophobie.

    Lorena Cabnal

    Lorena Cabnal (1973) ist eine indigene Feministin aus Guatemala, die sich insbesondere mit dem Feminismo Comunitario auseinandersetzt. Sie stammt aus Santa María Xalapán, einer traditionellen Xinca-Gemeinde. Cabnal ist Mitbegründerin einer gemeindebasierten-territorialen feministischen Bewegung in Guatemala, dem Netzwerk anzestraler Heilerinnen des Feminismo Comunitario Tzk’at (in der Mayasprache Quiché).

    Christine Delphy

    Christine Delphy (Frankreich, 1941) ist eine französische Soziologin und feministische Aktivistin. Sie ist Autorin von Büchern wie L'ennemi principal (W.R.R.C.P., 1977) und Por un feminismo materialista (La Sal, 1982). Delphy war eine der führenden Figuren in der zweiten Welle des Feminismus in Frankreich. Sie gehörte zu den Gründerinnen der französischen Frauenbefreiungsbewegung, der radikalen lesbischen Aktivistinnengruppe Gouines Rouges sowie der Zeitschriften Questions féministes (1977-80) und Nouvelles Questions Féministes (seit 1980). Zudem zählt Delphy zu den führenden Verfechterinnen des materialistischen Feminismus. Ihre akademische Forschung in diesem Bereich konzentriert sich auf die sozioökonomische Analyse des Patriarchats und unter anderem die fehlende historische Anerkennung der alltäglichen Arbeit von Frauen.

    Elsa Dorlin

    Elsa Dorlin (Frankreich, 1974) ist seit 2011 Professorin für Politische und Soziale Philosophie an der Universität Paris 8 und seit 2014 Mitglied des dortigen Centre d'études féminines et d'études de genre (Zentrum für feministische Forschung und Genderstudies). Im Jahr 2004 promovierte sie in Philosophie an der Universität Paris-Sorbonne mit der Doktorarbeit Au chevet de la Nation: sexe, race et médecine: XVIIe-XVIIIe siècles. In ihren Studien untersucht sie die Intersektionen zwischen Geschlecht, ethnischer Herkunft und anderen Herrschaftssystemen.

    Silvia Federici

    Silvia Federici (Italien, 1942) ist emeritierte Professorin an der Hofstra University (USA). Sie engagiert sich seit 1960 als feministische Aktivistin und hat die internationalen Debatten über die Bedingungen und die Entlohnung von Hausarbeit entscheidend geprägt. Neben Arbeiten zu ihrem Forschungsschwerpunkt, der politischen Philosophie und Frauenstudien, hat sie auch mehrere Aufsätze zur Bildungs- und Kulturpolitik veröffentlicht. In den 1950er-Jahren war sie Mitbegründerin des Internationalen Feministischen Kollektivs. Nach einer Zeit der Lehrtätigkeit an der University of Port Harcourt (1991-2003) war sie Mitbegründerin des Committee for Academic Freedom in Africa (CAFA) und Mitherausgeberin des CAFA Bulletin. Außerdem unterstützte sie von 1995 bis 2002 die Gründung des Projekts gegen die Todesstrafe der in den USA ansässigen Radical Philosophy Association.

    Nancy Fraser

    Nancy Fraser (Baltimore, USA, 1947) ist Professorin für Philosophie und Politik an der New School for Social Research. Sie promovierte 1980 am CUNY Graduate Center (USA) in Philosophie. Sie beschäftigt sich mit sozialer und politischer Theorie, feministischer Theorie und dem zeitgenössischen französischen und deutschen Denken. Fraser ist nicht nur für ihre Kritik an der Identitätspolitik und ihre philosophische Arbeit zum Konzept der Gerechtigkeit bekannt, sondern ist zudem eine entschiedene Kritikerin des zeitgenössischen liberalen Feminismus, dem sie die Abkehr von sozialen Belangen vorwirft. Sie ist Präsidentin der American Philosophical Association (APA) Eastern Division.

    Ana Cecilia Dinerstein

    Ana Cecilia Dinerstein (Argentinien) ist Dozentin für Soziologie an der University of Bath, wo sie zu Themen wie politischer Soziologie, sozialer und kognitiver Gerechtigkeit, Marxismus sowie kritischer, dekolonialer und feministischer Theorie lehrt. Sie ist eine postdisziplinäre akademische Aktivistin, gehört zur Kerngruppe des Global Tapestry of Alternatives und ist Gründerin und Koordinatorin des internationalen Netzwerks Women on the Verge, des Standing Seminar in Critical Theory und des Decolonizing Knowledge in Teaching, Research and Practice Research Hub/Centre.

    Frigga Haug

    Frigga Haug (Deutschland, 1937) ist eine deutsche sozialistisch-feministische Soziologin und Philosophin. Sie studierte Soziologie und Philosophie an der Freien Universität Berlin. 1963 unterbrach sie ihr Studium und zog nach Köln, wo ihre Tochter geboren wurde. Dennoch schloss sie 1971 ihr Soziologiestudium erfolgreich ab und promovierte 1976 in Soziologie und Psychologie. Haugs Zeitschrift Das Argument entstand als Zeichen ihres Widerstands gegen die nukleare Wiederaufrüstung. Aus Protest gegen den Vietnamkrieg trat sie dem sozialistischen Studierendenverband SDS bei und wirkte in verschiedenen sozialistischen Frauengruppen mit, wobei sie auch eine feministische Perspektive entwickelte. 1988 begründete sie die Frauenkrimireihe Adiadne.

    Danièle Kergoat

    Danièle Kergoat (Frankreich, 1942) ist eine französische feministische Autorin und Soziologin, Akademikerin und Mitglied im Interuniversitären Netzwerk zur Genderforschung Réseau Inter-universitaire et inter-disciplinaire National sur le Genre (R.I.N.G.). Ihre akademischen Forschungen und Schriften konzentrieren sich auf die geschlechtsabhängige Arbeitsteilung sowohl in der bezahlten als auch der häuslichen Arbeit. In diesem Zusammenhang hat Kergoat intensiv zur Untrennbarkeit geschlechterbezogener Sozialbeziehungen (rapports sociaux de sexe) und klassenbezogener Sozialbeziehungen geforscht.

    Ochy Curiel

    Ochy Curiel (Dominikanische Republik, 1963) ist Theoretikerin, feministische Aktivistin und Songwriterin. Curiel ist Doktorin der Sozialanthropologie und lehrt und forscht an der Nationalen Universität Kolumbien (UNC) und der Päpstlichen Universität Xaveriana. Zudem setzt sie sich für einen autonomen, lesbischen, antirassistischen und dekolonialen Feminismus ein und ist Mitbegründerin der lateinamerikanischen feministischen Studien-, Bildungs- und Aktionsgruppe GLEFAS (Grupo Latinoamericano de Estudios, Formación y AcciónFeminista). Curiel hat zahlreiche Artikel über die Überschneidung zwischen ethnischer Herkunft, Geschlecht, Sexualität und Klasse in lateinamerikanischen und internationalen Zeitschriften und Büchern veröffentlicht. Ihre beiden bekanntesten Bücher sind: La Nación Heterosexual: Análisis del discurso jurídico y el régimen heterosexual desde la antropología de la dominación (2013) und Descolonización y despatriarcalización de y desde los feminismos de Abya Yala (2015).

    Weitere Informationen sind zu finden auf der  Website der MarxFem-Konferenz.


Programm

Update:

neues Panel am Samstag, 13. November: Towards 2022 political actions and mobilisations

Donnerstag, 11. November

16:30 (MEZ): Opening: Presentation of the Conference

Sprachen: Baskisch (Übersetzung ins Englische und Spanische)

Moderation:

  • Uxuri Albizu

Keynote-Sprecherinnen:

17:00 - 18:30 (MEZ): Plenary 1: Feminist Movements and strikes in the Basque Country

Sprachen: Baskisch (Übersetzung ins Englische und Spanische)

Moderation:

  • Oihana Etxebarrieta

Keynote-Sprecherinnen:

  • Lore Lujanbio
  • Aitziber Aranberri
  • Izaskun Garcia Bordagarai and Iratxe Letona Pasto
  • Josefina Rocco

19:00 - 21:00 (MEZ): Plenary 2: Challenges and analysis of contemporary Feminism I

Sprachen: Englisch (Übersetzung ins Baskische und Spanische)

Moderation:

  • Signe Arnfred

Keynote-Sprecherinnen:

  • Lorena Cabnal
  • Silvia Federici

Freitag, 12. November

09:30 - 11:30 (MEZ): Production and Reproduction in the public and the private sphere

Sprache: Englisch

Moderation:

Sprecherinnen:

  • Ankica Cakardic
  • Maria Sagmeister
  • Monserrat Galcerán
  • Cristina Catalina Gallego

Knowledge production, difference and vulnerability

Sprache: Englisch

Moderation:

  • Maria Do Mar Castro Varela

Sprecherinnen:

  • Saphira Shure
  • Carolina Tamayo Rojas
  • Leila Haghighat
  • Meryem Choukri

The Middle Eastern and North African (MENA) uprisings, the MeToo movement and their challenges to Marxist Feminism

Sprache: Englisch

Moderation:

  • Alanur Çavlin

Sprecherinnen:

  • Lara Al-Kateb
  • Kobra Sultani
  • Fatemeh Masjedi
  • Frieda Afary

12:00 - 14:00 (MEZ): Plenary 3: XIII. Theses of Marxism-Feminism

Sprachen: Englisch, Deutsch (Übersetzung ins Spranische)

Moderation:

Sprecherinnen:

  • Frigga Haug
  • Nikita Dhawan
  • Alex Wischnewski
  • Jule Goikoetxea
  • Katja Kipping
  • Maria Do Mar Castro Varela
  • Signe Arnfred

16:00 - 18:00 (MEZ): Plenary 4: Challenges and analysis of contemporary Feminism II

Sprache: Englisch (Übersetzung ins Baskische und Spanische)

Moderation:

  • Ozgur Gunes Ozturk und Mònica Clua

Keynote-Sprecherinnen:

  • Tithi Bhattacharya
  • Ana Cecilia Dinerstein

18:30 - 20:30 (MEZ): Plenary 5: Challenges and analysis of contemporary Feminism III

Sprachen: Englisch, Französiche (Übersetzung ins Baskische und Spanische)

Moderation:

  • Irene Pereira

Keynote-Sprecherinnen:

  • Elsa Dorlin
  • Jules Falquet

Samstag, 13. November

09:30 - 11:30 (MEZ): Mujeres andaluzas que hacen la revolución

Sprache: Spanisch

Moderation:

  • Diana Urrea

Sprecherinnen:

  • Pastora Filigrana Garcia
  • Soledad Castillero Quesada
  • Virginia Piña Cruz
  • María Montalvez Sánchez

Praktika feminista erakunde mixteotan

Sprache: Baskisch

Moderation:

  • Aiora Epelde

Sprecherinnen:

  • Zaloa Perez
  • Elixabete Etxeberria
  • Jone Bengoetxea
  • Ana Mezo

Radiografía del escenario militante en Països Catalans y Euskal Herria

Sprache: Spanisch

Moderation:

  • Eraitz Saez de Egilaz

Sprecherinnen:

  • Maider Barañano
  • Nadia Pérez
  • Ane Alava Artuch
  • Cesca Gasull
  • Olivia Serra Bassó

12:00 - 14:00 (MEZ): Intersectionality and feminist currents´ debate

Sprache: Englisch

Moderation:

  • Itziar Gandarias

Sprecherinnen:

  • María Rodó Zarate
  • Despina Paraskeva-Veloudogianni
  • Gaudi Delgado Falcon

Feminist strikes and new resistance

Sprache: Englisch

Moderation:

  • Ibai Atutxa

Sprecherinnen:

  • Desirée Enlund
  • Eva Schmitz
  • Camille Robert
  • Ella Petrini

    The state, the law, institutionalizations and reproduction

    Sprache: Englisch

    Moderation:

    • Itziar Mujika

    Sprecherinnen:

    • Blanca Bayas Fernández and Joana Bregolat í Campos
    • Sarah Werner Boada
    • Athena Michalakea

    16:00 - 18:00 (MEZ): ¿Cambiar el Estado desde abajo y desde dentro? Experiencias de avances y retos

    Sprache: Spanisch

    Moderation:

    • Arantxa Tirado Sánchez

    Sprecherinnen:

    • Aleida Hernández Cervantes
    • Sayuri Herrera Román
    • Mylai Burgos Matamoros

    La lucha por el Pan y las Rosas: estrategias a debate en un mundo en crisis

    Sprache: Spanisch

    Sprecherinnen:

    • Andrea D'Atri
    • Diana Assunção
    • Alejandra Décap
    • Josefina L. Martínez
    • Cynthia Luz Burgueño

      Riqueza social desde paradigmas críticos feministas y descoloniales

      Sprache: Spanisch

      Moderation:

      • Ozgur Gunes Ozturk

      Sprecherinnen:

      • Márgara Millán
      • Diana Fuentes
      • Cintia Martínez
      • Josefa Contreras

      Political economy, value and work

      Sprache: Englisch

      Moderation:

      • Agurtzane Lekuona

      Sprecherinnen:

      • Elisabeth Zorgetz Loureiro
      • Fathimah Fildzah Izzazi
      • Audrey Laurin-Lamothe
      • Kwon Myoung A

      Towards 2022 political actions and mobilisations

      Sprache: English

      Moderation:

      • tba

      Sprecherinnen:

      • Cristina Simó, Präsidentin der Demokratischen Frauenbewegung (Spanien) und Ko-Koordinatorin der Arbeitsgemeinschaft Feminismus der Partei der Europäischen Linken
      • Clara Alonso, Exekutivsekretärin für Kommunikation der Izquierda Unida und feministische Aktivistin (Spanien)
      • Joana Teixeira, Aktivistin des feministischen Kollektivs "A Colectiva" (Portugal)
      • Kristina Krajnc, Mitglied des Programmausschusses des Instituts 8. März (Slowenien)
      • Agata Czarnacka, politische Philosophin, feministische Aktivistin und Publizistin (Polen)

      18:30 - 20:30 (MEZ): Plenary 6: Challenges and analysis of conteporary Feminism IV

      Sprachen: Englisch, Französisch (Übersetzung ins Baskische und Spanische)

      Moderation:

      • Jule Goikoetxea

      Keynote-Sprecherinnen:

      • Ochy Curiel
      • Christine Delphy
      • Nancy Fraser

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