• 30 September 2016 - 02 Oktober 2016
  • Berlin
  • ‚Abrüstung – für und in einer Atmosphäre des Friedens‘
  • Weltkongress des Internationalen Friedensbüros 2016

  • „Die Welt ist überrüstet und der Frieden unterfinanziert“ (UN-Generalsekretär Ban Ki-moon). In einer Atmosphäre der internationalen politischen Konfrontation und der weltweiten Hochrüstung veranstaltet das Internationale Friedensbüro (International Peace Bureau, IPB) vom 30. September bis zum 2. Oktober 2016 den Weltkongress zum Thema internationale Abrüstung. 

    Ausgetragen wird der Kongress, zu dem ca. 1000 Teilnehmer_innen aus mehr als 40 Ländern erwartet werden, an der Technischen Universität Berlin. Unterstützt wird der Kongress u.a. von dem Weltgewerkschaftsbund (ITUC), der UNI (Weltorganisation von ver.di), dem Friedensforschungsinstitut SIPRI, von internationalen religiösen Organisationen unterschiedlichster Glaubensrichtungen und von Vereinigungen aus dem umwelt- und entwicklungspolitischen Bereich.

    Die koordinierenden Stiftungen sind: Heinrich Böll, Hans Böckler, Friedrich Ebert und Rosa Luxemburg sowie transform! europe. Ein Gesamtüberblick über die unterstützenden Organisationen findet sich auf: www.ipb2016.berlin/partners/.

    Was ist das Ziel des Kongresses?

    Nach Angaben von SIPRI betrugen die Rüstungshaushalte der Regierungen der Welt im Jahr 2015 $1,7 Milliarden. Im gleichen Jahr litten 900 Millionen Menschen an Hunger, täglich starben 10.000 Kinder an behandelbaren Krankheiten. Die sozialen Ungleichheiten nehmen unvermindert zu. Angesichts der wachsenden sozialen Herausforderungen und der dringend benötigen Mittel zur Finanzierung des Klimawandels kann sich die Welt die Verschwendung der Rüstungsausgaben nicht mehr leisten. Abrüstung gehört auf die internationale Agenda. Der Kongress wirbt daher für eine Friedensagenda und einen friedlichen wie auch sinnhaften Umgang mit den begrenzten Ressourcen unseres Planeten.

    Im Mittelpunkt des Kongresses werden Fragen der globalen Transformation stehen. Wie kann die Welt zu einer Atmosphäre grundlegend erforderlicher Veränderungen, zu einer Atmosphäre des Dialogs, der Verhandlungen, der Kooperation und der gemeinsamen Sicherheit gelangen?

    Transformation zum Frieden ist die zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Daher ist der Kongress als internationaler Friedenskongress mit einem klaren „Nein“ zu Krieg und Konfrontation konzipiert. Partizipation der Menschen auf allen Ebenen und eine neue internationale Demokratie sind untrennbar mit dem Friedensprozess verbunden.

    Menschen führen Krieg – oft werden sie dabei durch Lügen und Feindbilder verleitet. Doch gleichzeitig engagieren sich Menschen auf der ganzen Welt für den Frieden – immer wieder auch mit großen Aktionen. Ein großes Ziel des Kongresses ist es, mit Argumenten, Fakten und einem vereinbarten „Plan of Action for Peace“ zur internationalen Friedensbewegung beizutragen. Vor allem soll es darum gehen, Fakten, Argumente und deren wissenschaftliche Untermauerung mit Transformations- und Veränderungsstrategien zusammenbringen. Gleichzeitig soll der Kongress dazu ermuntern, mehr Aktionen für den Frieden zu initiieren. Gegen die Welt des Krieges stellen die Organisatoren eine Welt des Friedens.

    Prominente Beteiligung

    Auf dem Kongress werden verschiedene prominente Gäste auftreten. So sind unter den Redner_innen im Plenum, in Foren und unterschiedlichen Arbeitsgruppen u.a. die Friedensnobelpreisträger Tawakkol Karman aus dem Jemen sowie Michael Gorbatschow (per Video), der Begründer des „Right Livelihood Awards“ (auch „alternativer Nobelpreis“ genannt), Jakob von Uexküll, die alternativen Nobelpreisträger_innen Vandana Shiva und Alyn Ware, prominente Ökonomen wie James Galbraith, Noam Chomsky (per Video) und Samir Amin, der Präsident der Nobelpreisträgerorganisation Pugwash, Jayantha Dhanapala, der Präsident des Club of Rome, Ernst Ulrich von Weizäcker, die Generalsekretär_innen von ITUC und UNI, Sharan Burrow und Philipp Jennings, der ehemalige UNESCO-Vorsitzende Frederico de Mayor, die ehemalige Verteidigungsministerin von Ecuador und derzeitige ständige Vertreterin ihres Landes bei den Vereinten Nationen in Genf, María Fernanda Espinosa Garcés, der Leiter des UN-Büros in Genf, Michael Møller, und der Vorsitzende von ver.di, Frank Bsirske.

    Website: www.ipb2016.berlin
    Facebook: www.facebook.com/IPBcongress2016
    Twitter: #IPB2016


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