• Konferenzbericht: „Bildung für eine solidarische Gesellschaft“

  • Von Barbara Steiner | 24 Oct 12
  • Am 19. Und 20. Oktober fand unter dem Titel „Bildung für eine solidarische Gesellschaft“ eine internationale Konferenz in Wien statt. Ziel der Tagung war es, erste Schritte in Richtung eines europäischen linken Bildungsmanifests zu gehen.

    Die Konferenz wurde organisiert von transform!at (der österreichischen Mitgliedsorganisation des transform! europe-Netzwerks), von der Bildungsarbeitsgruppe der Europäischen Linkspartei, der KPÖ und dem Kommunistischen Student_innenverband – Linke Liste (KSV–LiLi). Sie bot Gelegenheit für Analyse, Diskussionen, Austausch und Entwicklung möglicher gemeinsamer Forderungen im Bildungsbereich.

    Am ersten Tag boten drei Vorträge eine Einführung und Kontextualisierung: EL-Arbeitsgruppenkoordinatorin Sonja Crivelli (Partei der Arbeit, Schweiz), Erich Ribolits (Bildungswissenschafter, Österreich) und Birge Krondorfer (feministische politische Philosophin, Österreich) referierten über den Bildungsbegriff, seine Geschichte in Europa und über die Wichtigkeit feministischer Bildung.

    Der zweite Tag war Diskussionen in Arbeitsgruppen gewidmet, in denen die Analysen vertieft und politische Forderungen entlang der verschiedenen Bildungslevels und der thematischen Achsen Austerität, Bewegungen, Migration, Geschlecht und Demokratie formuliert wurden. Die Ergebnisse der angeregten Diskussionen wurden dem Plenum präsentiert.

    Durchgängig war die Einschätzung der extrem schwierigen Situation der Bildungssysteme. Vor allem jene in Griechenland waren wiederholter Bezugspunkt. Von den Teilnehmenden wurde betont, dass es angesichts der ökonomischen und politischen Krise umso wichtiger für die Linke in Europa sei, gemeinsame Forderungen und Formen des Kampfes zu finden und sozialer Selektion und Sparmaßnahmen europaweit entgegenzutreten.

    Die Vorträge und Inputs sind zu finden auf: www.kpoe.at/education