• Studie zur sozialen Lage in Griechenland (Englisch)
  • Austerität verringerte Haushaltseinkommen drastisch

  • 25 Mar 15 Posted under: Griechenland
  • Die Sparmaßnahmen führten in Griechenland zu drastischen Einkommenskürzungen der privaten Haushalte. Haushalte mit mittlerem und niedrigem Einkommen sind am stärksten betroffen. Das belegen Tassos Giannitsis und Stavros Zografakis in ihrer Studie „Griechenland: Solidarität und Anpassung in Zeiten der Krise“.

    Greece: Solidarity and Adjustment in Times of Crisis
    Tassos Giannitsis / Stavros Zografakis
    IMK Study Nr. 38 
    Düsseldorf 2015
    ISSN: 1861-2180, 141 Seiten

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    Kurzbeschreibung:


    Die Studie untersucht den Einfluss der Krise und der getroffenen Maßnahmen auf die Einkommen, die Einkommensverteilung und Armut in Griechenland. Basierend auf detaillierten Einkommens- und Steuerdaten werden die Veränderungen der Einkommen, der direkten und indirekten Steuern und der Vermögensbesteuerung zwischen 2008 und 2012-13 untersucht und in ihren Wirkungen auf die Einkommensverteilung und die sozialen Veränderungen in der griechischen Gesellschaft analysiert.

    Die Studie unterscheidet die Einkommen nach Einkommensart untergliedert nach Dezilen für die Haushalte und die individuellen Einkommen, zusätzlich werden auch die Hocheinkommensgruppen weiter differenziert. Dabei werden auch die Veränderungen in den Untergruppen der „gleichen Haushalte“ und bei den „gleichen Individuen“ untersucht. Zusätzlich werden Arbeitslosen- und Einkommensdaten kombiniert und ein „Index der Verzweiflung“ erstellt, der den Druck auf die Haushalte deutlich machen soll, die sowohl von abnehmenden Einkommen als auch von Arbeitslosigkeit betroffen sind.

    Letztlich zeigen die Ergebnisse aber auch ein sehr differenziertes Bild. Auf der einen Seite sind große Teile der Gesellschaft wirtschaftlich verarmt. In allen Einkommensklassen gab es neben den Verlierern aber auch Gewinner. Von den Politikmaßnahmen waren verschiedene Gruppen sehr unterschiedlich betroffen. Letztlich zeigen viele makroökonomischen und sozialen Indikatoren, dass aufgrund des schlechten Krisenmanagements und aus ideologischen Gründe verbunden mit den vorherrschenden politischen Interessen der Ausweg aus der Krise komplizierter und schmerzhafter geriet als notwendig. Das alles wird untersucht vor dem Hintergrund der von der Troika veranlassten massiven Kontraktion der Wirtschaft.

    Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) ist ein unabhängiges Wirtschaftsforschungsinstitut innerhalb der Hans-Böckler-Stiftung.

    Die Reihe IMK Studies bietet vertiefende Analysen. Die IMK Studies erscheinen in der jeweils relevanten Sprache, in der Regel auf Deutsch oder Englisch: www.boeckler.de/imk_5023.htm


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